Heinrich von Kleist

 

Der zerbrochne Krug

Ein zerbrochener Krug ist Anlass zu einem Gerichtsverfahren, in dem Richter Adam Recht sprechen soll über ein Vergehen, das er selbst begangen ha
Quelle: Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist - Inhaltsangabe
https://www.inhaltsangabe.de/kleist/der-zerbrochne-krug/
Lustspiel in einer Bearbeitung von Heidelinde Twaroch

 

Premiere: Samstag, 9. Mai 2020,  19:00 Uhr

 

Sonntag, 10. Mai 2020, 17:00 Uhr

Samstag, 16. Mai 2020, 19:00 Uhr

Sonntag, 17. Mai 2020, 17:00 Uhr

Nach einer turbulenten Nacht erwacht Dorfrichter Adam ziemlich derangiert, mit zerrissener Hose, zerkratztem Gesicht und einem Loch im Kopf. Sein Schreiber Licht stellt unangenehme Fragen, wo sein Herr des Nachts so zugerichtet worden sei. Adam verstrickt sich in ein brillant erdachtes, aberwitziges, doch immer dichter werdendes Lügengewirr. Der Schreiber, der selbst gern Richter wäre,  ist gar nicht hilfsbereit, als Adam versucht, sein Äußeres in Ordnung zu bringen und das Chaos in der Gerichtsstube zu beseitigen. Zu allem Unglück kommt die Nachricht, dass soeben Gerichtsrat Walter zur Inspektion eingetroffen ist und der heutigen Verhandlung beiwohnen wird. Die streitenden Parteien stehen schon vor der Tür. Allen voran Frau Marthe Rull, die Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter Eve, beschuldigt, des nachts in deren Kammer einen wertvollen Krug zertrümmert zu haben. Ruprecht aber behauptet, rasend vor Eifersucht, einen Mann bei Eve  gesehen zu haben, wie er aus dem Fenster sprang und dabei den Krug vom Kaminsims gestoßen hätte.
Warum  verweigert  Eve die Aussage? Was geschah in jener Nacht? Der Dorfrichter trägt wenig zur Aufklärung bei und versucht, den Gerichtsrat mit Wein und Käse vom Verhandlungsverlauf abzulenken. Er zieht gewitzt alle Register, um einen Schuldigen auszumachen und gleichzeitig die Wahrheit nicht ans Licht kommen zu lassen. Ob er sich gezwungen sieht, über seine eigene Verfehlung zu Gericht zu sitzen?
Kleist ist ein brillantes Lustspiel gelungen, das mit den Themen Machtmissbrauch, Bestechung, sexueller Gewalt und Wahrheitsvertuschung bis heute aktuell ist.
In flotter Inszenierung, dichtem Handlungsverlauf wird Spannung aufgebaut, während man über ein sprachliches Feuerwerk an Doppel- und Vieldeutigkeiten, dichtem Wortwitz und manipulativen Strategien zu Lachstürmen hingerissen wird.

 

 

Mit: Nina Aichholzer, Claus Antonius, Melanie Husel, Anna Kerschbaummayr, Herwig Korinek, Sonja Kremer, Karin Spevak, Heidelinde Twaroch, Walter Vogl

 

 

 

 

Bearbeitung von Heidelinde Twaroch